Eine Schwimmboje kann Leben retten. © Hermsdorf-Hiss
Münsing – Mindestens 84 Menschen sind im vergangenen Jahr in Bayern ertrunken. Damit sei man „trauriger Spitzenreiter in Deutschland“, wie der Landesvorsitzende der Wasserwacht, Thomas Huber, feststellt. „Das ist die Schattenseite der traumhaften Seenlandschaft.“ Und auch in diesem Jahr reißt die dramatische Serie nicht ab. Stand Donnerstagabend sind heuer bereits 15 Personen in Bayern beim Baden gestorben.
„Ein See ist kein Schwimmbad und ein Fluss kein Freizeitpark“, warnt auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU). Sie ist Schirmherrin der Wasserwacht-Aktion „Bayern schwimmt“, für die gestern in Münsing am Starnberger See getrommelt wurde. BRK-Präsident Michael Weisky appellierte an Schwimmer in den Seen: „Seid nicht so leichtsinnig.“ Dass vor allem junge Männer immer wieder gerettet werden müssen, erklärt er sich damit, dass sie versuchen, „die Muskeln spielen zu lassen“.
Um Notfälle zu verhindern, wirbt die BRK-Wasserwacht für Schwimmbojen. Die aufblasbaren Hilfsmittel sollen die Sicherheit in offenen Gewässern erhöhen. Man kann sie an der Hüfte mit einem Gurt fixieren und sie beim Schwimmen hinter sich herziehen. Nicht nur für eine Schwimmpause im See oder wenn die Kräfte nachlassen, seien die Bojen eine Hilfe – sie dienen im Notfall auch als markantes Zeichen, um Schwimmer in Not aus der Ferne zu erkennen.DOMINIK STALLEIN