von Redaktion

Neulich flatterte Klara beinahe gegen eine Glasscheibe. „Ach du Schreck!“, schimpfte sie, „dieses doofe durchsichtige Glas! Warum die Zweibeiner das wohl erfunden haben…“ Agnes schüttelte den Kopf. „Glas ist eine tolle Sache“, belehrte sie Klara. „Es wird schon seit mehreren tausend Jahren von Menschen hergestellt und entsteht unter hohen Temperaturen durch die Mischung und das Schmelzen bestimmter Stoffe. Die Grundbestandteile sind Quarzsand, Soda, Pottasche und Kalk, wobei Quarzsand die Hauptzutat ist. Die Zusammensetzung variiert, je nachdem, welche Eigenschaften das Glas haben soll. Es können auch noch weitere Stoffe hinzukommen.“ „Aha“, quakte Klara bloß und verdrehte die Augen. Ich wollte mehr wissen.

Da erklärte Agnes, dass schon die Steinzeitmenschen um 7000 vor Christus Glasgestein kannten. „Obsidian ist ein natürlich vorkommendes vulkanisches Glas. Es entsteht durch abgekühlte Lava. Wegen seiner scharfen Kanten und der großen Härte wurde es für Messer, Bohrer, Keile und andere Werkzeuge benutzt. Die gezielte Herstellung von Glas hat ihren Ursprung wohl in Mesopotamien oder Ägypten. Das erste bekannte Rezept für Glas stammt aus dem Jahr 658 vor Christus und lautet: ‚Nimm 60 Teile Sand, 180 Teile Asche aus Meerespflanzen und 5 Teile Kreide und du erhältst Glas.‘ Ab etwa 100 nach Christus gelang die Schmelze von farblosem Glas. Schon die alten Römer nutzten gegossene Glasplatten als Fenster.

Eure Paula

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