Wolfratshausen – Nach einem tödlichen Motorradunfall bei Wolfratshausen ist der Unfallverursacher verurteilt worden. Der Lkw-Fahrer aus Rheinland-Pfalz erhielt 7500 Euro Geldstrafe und drei Monate Fahrverbot. Der 56-Jährige hatte am 18. September vorigen Jahres mit seinem Sattelschlepper aus Richtung Süden kommend die Garmischer Autobahn A95 verlassen. Dann war er nach links in die B11a Richtung Münsing eingebogen, ohne auf ein Motorrad zu achten. Der Motorradfahrer (52), ein bekannter Strafverteidiger aus dem Landkreis Starnberg, krachte in das Gespann und wurde unter dem Lkw-Tank eingeklemmt. Er starb in einem Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen.
Ein anderer Motorradfahrer sah das Unglück, und wunderte sich, dass der Motorradfahrer nach seinen Beobachtungen nicht abgebremst hatte. „Ich dachte, das wird knapp. Dann hat’s auch schon einen riesigen Knall gemacht.“
Am Unfallort gab es keine Bremsspuren des Motorrads. „Aber eine Bremsung muss stattgefunden haben, sonst wäre ein solcher Überschlag nicht möglich gewesen“, so ein Gutachter bei der Verhandlung vor dem Amtsgericht. Das Motorrad hatte sich beim Zusammenprall am Lkw „aufgestellt“, so wie es beim Radfahren passiert, wenn man ruckartig mit dem Vorderrad bremst. Der Lkw-Fahrer erlitt damals einen Schock. „Es tut mir unendlich leid“, sagte er zur Witwe des Verstorbenen.RUDI STALLEIN