Wasserretter im Dauereinsatz

von Redaktion

Ansturm auf Bayerns Seen am Hitzewochenende – erneut mehrere Badetote

München – Das vergangene Wochenende war nicht nur mit Blick auf die Temperaturen rekordverdächtig. Auch für die ehrenamtlichen Retter an den Seen waren es harte Tage. So schreiben etwa die Wasserretter aus Grainau, dass der Samstag „alles Dagewesene in den Schatten stellte“. Zu 16 Einsätzen habe man zum an Sommertagen ohnehin chronisch überlaufenen Eibsee ausrücken müssen. Vom Herzinfarkt-Verdacht bis zu diversen Schnittwunden wegen des niedrigen Wasserpegels und den freiliegenden scharfen Steinen – die Bandbreite der Alarmierungen war groß.

Und leider endete der Badeausflug auch an diesem Wochenende wieder für mehrere Schwimmer in Bayern tödlich. Die Wasserwacht zählte nach einer Auswertung vom Montag allein vier Badetote in Oberbayern. Darunter ein 84-Jähriger, der am Sonntagabend im Starnberger See ums Leben kam. Im Olchinger See bei Fürstenfeldbruck starb ein 31-jähriger Nichtschwimmer. Retter konnten ihn noch aus dem Wasser bergen, doch er starb wenig später im Krankenhaus. In der Oberpfalz ertrank zudem am Samstag ein sechsjähriger Bub in einem Naturbad in Schnaittenbach. Er war unbeaufsichtigt ins Wasser gegangen, obwohl er noch nicht schwimmen konnte. In Kissing im Kreis Aichach-Friedberg starben zudem zwei Spaziergänger, die unabhängig voneinander am Freitag und am Samstag in den Lech gestürzt waren.MM/LBY

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