hud(e)ln
Im bairischen Sprachgebrauch sehr oft mit einem vorangestellten „nicht“ als „nur ned hudln“ zu hören, wenn man jemanden auffordert, er solle sich doch Zeit lassen und nichts überstürzen. Genau das durfte man beim sog. Hudeln nicht, wenn der noch heiße Backraum des mit Holz befeuerten Ofens zum Brotbacken von Holzresten und Asche mit einem feuchten Lappen (mhd. Huder, spätmhd. Hudel, bair. Hådern) für den nächsten Backvorgang schnell gereinigt werden musste. Gehudelt im negativen Sinn wird aber auch, wenn eine Arbeit zwar schnell, aber auf Kosten der Sorgfalt schlampig ausgeführt wird.KS