Anina, unsere Eichhörnchenfreundin, tut sich schwer mit dem Ruhighalten. Sie flitzt ständig die Bäume rauf und runter oder springt von Ast zu Ast. Aber gestern nahm sie sich Zeit, uns etwas zu erzählen. „Ihr wisst, dass im Dorf eine Zweibeinerfamilie Schildkröten im Garten hat?“, wisperte sie, „und heute hat eine von ihnen Eier gelegt.“ „Schildkröten legen Eier?“, quakte Klara. „Na klar“, schnatterte Agnes streng, „Schildkröten sind Reptilien, die legen Eier, zumindest fast alle.“ „Aber sie brüten die Eier nicht aus?“, quakte Klara.
„Das macht meistens die Sonne“, schnatterte Agnes. Inzwischen wurde Anina ungeduldig. „Kann ich jetzt weitererzählen?“, zwitscherte sie. „Erzähl“, quakte ich. „Also, eine der Schildkröten war damit beschäftigt, ein Loch zu buddeln. Als das Loch fertig war, hat die Schildkröte Eier hineingelegt. Sieben Stück. Danach hat sie das Loch mit den Hinterbeinen wieder zugeschaufelt, die Erde festgetreten und ist gegangen.“ „Einfach so weggegangen?“, schnatterte Klara, „ohne sich zu kümmern?“ „Das macht doch die Sonne“, schnatterte Agnes. „Aber die Sonne kann die Eier nicht umdrehen“, quakte Klara. „Schildkröteneier dürfen gar nicht umgedreht werden“, schnatterte Agnes, „das ist anders als bei uns Vögeln. Der Keim, aus dem die kleine Schildkröte wächst, wandert in den ersten Stunden nach dem Legen auf die Oberseite des Dotters und entwickelt sich dort. Würde das Ei gewendet werden, würde der Keim sterben.“
Eure Paula