Nachdem Eichhörnchen Anina beobachtet hatte, wie eine Schildkröte im Garten einer Zweibeinerfamilie Eier gelegt hat, sollte sie für uns herausfinden, ob die Zweibeiner die Eier finden und ausbrüten würden.
Anina sah mich an und zwitscherte: „Sei nicht traurig, Paula, aber es wird keine Schildkrötenbabys geben. Doch du wirst es verstehen, denn die Zweibeiner haben dafür einen sehr vernünftigen Grund.“ „Aber Babys sind doch immer süß, von allen Tieren“, quakte Klara. „Babys werden aber groß, und Schildkröten werden vor allem auch sehr alt“, zwitscherte Alina. „Die große Zweibeinerin der Familie hat ihren Kindern erklärt, dass sie selbst keine weiteren Schildkröten haben wollten. Und verkaufen wollten sie die Babys auch nicht, da sie dann nicht wüssten, ob sie wirklich in gute Hände kommen.“ Anina wisperte, dass es im Moment viele Schildkröten gebe, die in Tierheimen und Auffangstationen auf neue Besitzer warten, bei denen sie gut gehalten werden. Wer also eine Schildkröte haben wolle, der könnte dort eine bekommen. „Der neue Besitzer muss aber beweisen, dass er die Tiere richtig füttert und hält und dass er sie zum Tierarzt bringt, wenn sie krank werden.“ „Eigentlich selbstverständlich“, schnatterte Agnes, „wer sich ein Tier anschafft, der sollte immer dafür sorgen, dass es ihm rundum gut geht.“ „Das ist aber leider nicht so“, quakte ich, denn mir fiel ein, dass in der Zeitung jede Woche Fotos von Hunden, Katzen und anderen Tieren sind, die ein neues Zuhause suchen.
Eure Paula