Polizei vereitelt Ausbruchsversuch

von Redaktion

Häftling zur Behandlung in Landshuter Klinik – begleitet von Großaufgebot

SEK-Begleitung für den Häftling zum Helikopter.

Landshut – Es sind Szenen wie aus einem Krimi: Ein Sondereinsatzkommando begleitet schwer bewaffnet einen Mann im Rollstuhl aus dem Klinikum Landshut-Mitte zu einem Helikopter. Mindestens sieben Sondereinsatzkräfte mit Maschinenpistolen im Anschlag flankieren den Mann, außerdem mindestens zwei Justizbeamte. Einer der Polizisten sichert den bizarren Transport rückwärtsgehend mit seiner Waffe im Anschlag ab, bevor die Gruppe im Helikopter verschwindet.

Ein Insasse der Justizvollzugsanstalt Landshut, der derzeit eine mehrjährige Haftstrafe verbüßt, musste am Montag wegen eines Notfalls intensivmedizinisch behandelt werden, berichtet die Polizei. „Nachdem Anhaltspunkte für einen möglichen Befreiungsversuch bestanden, sind unter Einsatzleitung der Polizeiinspektion Landshut entsprechende Vorkehrungen bis zur Rückverlegung in eine bayerische Justizvollzugsanstalt getroffen worden“, heißt es trocken. „Der Einsatz wurde gegen 15 Uhr beendet. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt.“ In der Luft schwirrten noch weitere Helikopter. Vor dem Klinikum und im Stadtpark standen Polizeifahrzeuge und zivile Einsatzfahrzeuge. Laut idowa.de wurde der Mann im Rollstuhl mit Fußfessel zum Helikopter gebracht, bevor dieser startete.

Wieso die Polizei von einem möglichen Ausbruchsversuch spricht, verrät der Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern, Günther Tomaschko, gestern nicht. Es seien noch Ermittlungen in Gange.J. WELTE

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