Wann die Versicherung am Berg einspringt

von Redaktion

München – Wer in den Bergen in eine Notlage gerät, bekommt Hilfe von den Bergrettern. Diese Einsätze sind allerdings teuer – allein eine Flugminute eines Rettungshubschraubers kostet zwischen 60 und 90 Euro. Und die Versicherung übernimmt die Kosten nicht immer.

Grundsätzlich wird bei den Einsätzen zwischen Rettungen und Bergungen unterschieden. Gerettet werden Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen oder Notlagen – zum Beispiel bei Skiunfällen oder medizinischen Notfällen. Bei Bergungen stehen technische Hilfeleistungen und Transporte im Vordergrund, Menschen werden aus gefährlichen, aber nicht lebensbedrohlichen Situationen geholt – zum Beispiel Wanderer, die sich verirrt oder überschätzt haben. Die Kosten hängen davon ab, um welche Art Einsatz es sich handelt. Bei Bergungen übernehmen die Versicherungen oft keine Kosten. Konkret bedeutet das: Muss ein Rettungshubschrauber Einsatzkräfte zu einem Schwerverletzten befördern, werden die Kosten übernommen. Muss der Hubschrauber einen Leichtverletzten zu einer Stelle fliegen, die für einen Krankenwagen zugänglich ist, muss der Patient die Kosten in der Regel selbst bezahlen.

Wenn die Krankenversicherung nach einem Unfall nicht für den Einsatz zahlt, springt oft eine private Unfallversicherung ein. Laut Stiftung Warentest erstatten die meisten Bergungskosten bis mindestens 10.000 Euro. Aber Vorsicht: Viele Policen schließen allerdings Sportarten mit erhöhtem Unfallrisiko wie Bergsteigen oder Gleitschirmfliegen aus. Die Stiftung Warentest empfiehlt Unfallpolicen, die weltweit gelten und nach einem Unfall die Kosten sowohl für Such-, Bergungs- als auch Rettungseinsätze übernimmt.

Eine Alternative für alle, die regelmäßig in den Bergen unterwegs sind, ist eine Mitgliedschaft beim Deutschen Alpenverein. Sie deckt weltweit Such-, Bergungs- und Rettungskosten bis zu 25.000 Euro ab. Und auch unfallbedingte Behandlungskosten. Die Mitgliedschaft beim DAV kostet beispielsweise in der Sektion München & Oberland 121 Euro pro Jahr.

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