Gestern prallte die Sonne auf uns hinunter. Waschbär Waldemar und ich plantschten vergnügt im kühlen Wasser. Dann machten wir eine Pause, um uns die Bäuche vollzuschlagen und uns zu stärken. Als ich danach zielstrebig wieder auf das kühle Nass zuwatschelte, blieb Waldemar zurück und rief: „Warte mal! Von den Zweibeinern habe ich gehört, dass man direkt nach dem Essen nicht ins Wasser gehen darf. Da kann man nämlich ertrinken!“
Waldemar brummte, dass das Schwimmen direkt nach dem Essen gefährlich sein kann. Beim Verdauen fließt viel Blut in die Muskeln zum Verdauungstrakt, um die Muskeln, die das Essen im Bauch kneten, mit Sauerstoff zu versorgen. Dieses Blut fehlt in den Armen und Beinen der Zweibeiner. Demnach könne es sein, dass sich Zweibeiner dann beim Schwimmen nicht so gut über Wasser halten können.
Ich schnatterte, dass ich mich um die Sorge des Waschbärs freue. Waldemar muss aber keine Angst haben. Obwohl Zweibeiner sich diesen Ratschlag schon seit Jahrzehnten erzählen, gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafür. Bei Studien hat man herausgefunden, dass man nach dem Essen genauso gut schwimmt wie nach einer längeren Wartezeit. Der Zweibeinerkörper hat nämlich genug Blut, um mehrere Körperteile gleichzeitig zu versorgen. Es stimmt aber, dass sich das Schwimmen direkt nach dem Essen unangenehm anfühlen kann, weil sich der Magen im Wasser noch voller anfühlen kann, als er schon ist.
Eure Paula