Garmisch-Partenkirchen/Lenggries – Eine Serie von Gleitschirmunfällen hat sich am Wochenende in den Alpen ereignet: Drei Menschen kamen dabei ums Leben, es gab mehrere Verletzte. Ein Gleitschirmpilot verunglückte am Samstagnachmittag nahe des Kreuzeckbahnhofs in Garmisch-Partenkirchen tödlich. Kurz vor 14 Uhr ging bei der Polizei die Meldung über den Absturz ein. Rettungsmaßnahmen samt Reanimation blieben ohne Erfolg. Der 56-jährige Pilot aus dem Landkreis Coburg starb an der Unfallstelle.
Am Brauneck bei Lenggries im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sind am Freitag ein Mann und eine Frau schwer verletzt worden. Der 55-Jährige und seine 57-jährige Begleiterin verloren vermutlich aufgrund eines Strömungsabrisses kurz nach dem Start schnell an Höhe und schlugen auf dem Boden auf. Beide erlitten Wirbelsäulenverletzungen und wurden ins Unfallklinikum nach Murnau geflogen.
Eine 28-jährige Frau aus Hessen ist am Freitag beim Gleitschirmfliegen in Tirol in einen Wald nahe Neustift im Stubaital gestürzt. Sie stieß gegen einen Baum, wobei sie tödliche Verletzungen erlitt. Ein Wanderer entdeckte die leblose Frau in rund 40 Metern Höhe in einer Baumkrone und alarmierte sofort die Einsatzkräfte. Der Grund für den Absturz der jungen Frau ist bislang nicht bekannt.
Am selben Tag stürzte ein 24-jähriger Gleitschirmflieger aus dem Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen in den Achensee in Tirol. Nachdem sein Schirm aus unbekannter Ursache zusammengeklappt war, stürzte der Mann aus einer Höhe von etwa 25 Metern ins Wasser. Zwei Bootsfahrer beobachteten den Unfall und bargen den Flugsportler und brachten ihn ans Ufer. Im Anschluss daran wurde der 24-Jährige per Rettungshubschrauber in eine Klinik transportiert.
Am Freitag kam es zu einem weiteren tödlichen Unfall in Südtirol bei einem Tandemflug. Ein Gleitschirmpilot (58) stürzte auf der Seiser Alm tödlich ab. Der erfahrene Pilot Marco P. aus der Südtiroler Gemeinde Kastelruth hatte eine 29-jährige deutsche Urlauberin als Passagierin dabei. Das Unglück ereignete sich gegen 14.30 Uhr in der Nähe eines Sessellifts auf fast 2000 Metern Höhe. Südtiroler Medien berichteten von einem möglichen Herzinfarkt. Die Urlauberin, die mitgeflogen war, blieb unverletzt.JOHANNES WELTE