Westernstadt in Flammen

von Redaktion

Nürnberg: Campingplatz und Konzert geräumt

Feuer in Nürnberg: Ein Campingplatz und ein Open-Air-Konzert in der Nähe des Max-Morlock-Stadions wurden wegen eines Brandes vorsorglich geräumt. © Sven Grundmann/dpa

Nürnberg – Orangerot lodern meterhohe Flammen aus einem Wald in Nürnberg, dunkle Rauchschwaden ziehen über den Süden der Stadt. „Eine sehr beeindruckende Feuerwand“, beschreibt der Einsatzleiter der Feuerwehr, Peter Saul, was sich kurz vor Mitternacht unweit des Max-Morlock-Stadions, der Heimstätte des 1. FC Nürnberg, abspielt. Hunderte Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen, die am Freitagabend die leer stehende Westernstadt „Foxville Ranch“ erfasst haben. Drei Stunden dauert es, bis das Feuer gelöscht ist.

Ob geklärt werden kann, was den Brand auslöste, bleibt mit Blick auf den Schuttberg am Morgen danach fraglich. Die Polizei sucht Zeugen, sie schließt Brandstiftung nicht aus. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Nahe dem Brandort gibt es einen Campingplatz, der am späten Freitagabend aus Sicherheitsgründen geräumt wird. Betroffen sind auch 25 Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis Dachau: Die Mitglieder eines Rudervereins übernachteten am Dutzendteich, wollten an der Nürnberger Kurzstreckenregatta teilnehmen. Sie mussten ihre Zelte verlassen und wurden in einer Halle des Nürnberger Rudervereins untergebracht.

Auch für die Besucher eines Open-Air-Konzerts der britischen Rockband Marillion im Stadionpark endet der laue Sommerabend anders als geplant. Während der Zugabe entscheidet sich der Veranstalter, das Areal zu räumen.

Der Brandort liegt nur wenige hundert Meter vom Fußballstadion entfernt. Das Nürnberger Messegelände ist nur durch eine breite Straße vom Feuer getrennt. Die Polizei kann aber Entwarnung geben: „Die Messe ist nicht in Gefahr“, versichert Polizeisprecher Michael Petzold.

Die Feuerwehr beendete ihren Einsatz am Wochenende. Am Samstagabend hätten Einsatzkräfte nach einem Anruf eines Bürgers, der Qualm gesehen hatte, noch einmal nachgelöscht, sagte ein Sprecher. Am späten Abend zwischen 21 und 22 Uhr sei der Einsatz schließlich beendet worden.

Seit Tagen ist es bayernweit wieder sehr trocken, die Waldbrandgefahr weite sich im Lauf der Woche vom Norden auf ganz Bayern aus. Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) rief Waldbesucher auf, besonders achtsam zu sein.A. RESENHOEFT/B. HIRSCH

Artikel 3 von 11