Klara und ich haben gestern richtig wild getobt – wird haben geschnattert, gequakt, sind ineinander hineingeflattert und dann versuchte Klara micht zu kitzeln. Sofort lachte ich und wedelte wild mit meinen Flügeln hin und her. Doch schon kurz danach quakte ich atemlos: „Hör auf, das macht keinen Spaß!“ Ich erklärte, dass die meisten Zweibeiner beim Kitzeln lachen. Gleichzeitig beschreiben aber alle, dass sie das Kitzeln nicht schön finden. Zweibeiner forschten nach, warum doch so viele beim Kitzeln lachen. Manche Forscher gehen davon aus, dass wir uns beim Kitzeln hin und her werfen und zucken, um so mögliche Bedrohungen von unserem Körper wegzubekommen. Man glaubt also, dass die Reaktion auf das Kitzeln ein Reflex ist, um sich selbst zu schützen.
Meine Entenfreundin wollte wissen, warum man dabei dann aber lachen sollte. Ich schnatterte, dass das ein wichtiger Einwand ist. Einige glauben, dass das Lachen beim Kitzeln Erleichterung widerspiegelt. Der Körper spürt also, dass auf ihm etwas Unbekanntes ist, und macht sich sofort zum Kampf bereit. Aber gleichzeitig sehen wir ja, dass wir von jemandem gekitzelt werden, den wir liebhaben. Dafür spricht auch, dass man sich nicht selbst kitzeln kann. Denn dann weiß das Gehirn ja von Anfang an, dass es keine Bedrohung gibt. Außerdem lachen Zweibeiner umso mehr, je näher ihnen die Person steht, die sie gerade kitzelt. Wenn man jemanden gar nicht mag, dann lacht man beim Kitzeln auch nicht.
Eure Paula