Müll-Ärger im Höllental

von Redaktion

Flaschen, Dosen, Schmierereien: Klammwart schlägt Alarm

Beschmiert: Die Tür zur Turbine im Höllental. © privat (2)

Altglas: Leere Flaschen an der Höllentalklamm.

Grainau – Leere Bier- und Weinflaschen, Dosen, Abfall – was Klammwart Bernhard Ostler in letzter Zeit auf dem Weg zur Höllentaleingangshütte entdeckt hat, hat ihn schockiert. Dass die vielen Besucher in der Höllentalklamm oder auf dem Weg zur Zugspitzbesteigung immer wieder Müll zurücklassen, ist ärgerlich, aber nicht neu. Doch Ostler sagt: „Es wird immer schlimmer.“ Permanent würden die Wirte rund um die Eingangshütte Müll zusammensammeln. Doch schon zwei Stunden später „liegt wieder was rum“, berichtet Ostler. Eine der negativen Begleiterscheinungen des regelrechten Social-Media-Hypes um die Zugspitzbesteigung.

Ostler hat das Gefühl, dass die Menschen zum Teil das Bewusstsein für die Natur verloren haben. Mittlerweile finden sich sogar immer wieder Graffiti auf der Route. Etwa an der Tür zur Turbine im Höllental und teilweise sogar an Felsen zwischen Reintalanger- und Knorrhütte. „Das hat es früher so nicht gegeben.“ Und es sei schlicht inakzeptabel.

Nicht nur im Höllental kämpfen Hüttenwirte und Ehrenamtliche gegen das Müllproblem am Berg. „Das wird in bestimmten Bereichen zunehmend problematisch“, sagte kürzlich auch Kilian Stimm von der Alpenvereins-Sektion Bad Tölz unserer Zeitung. Auch am Brauneck, dem Herzogstand oder dem Jochberg lassen die Besucher immer mehr Müll zurück.KAT/MM

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