Tödliche Abstürze

von Redaktion

Allgäu und Tirol: Zwei Bergsteiger sterben bei Touren

Fürth/Sölden – Bei zwei Bergunfällen in den Alpen sind am Samstag zwei deutsche Bergsteiger ums Leben gekommen. Ein Mann verunglückte am Mindelheimer Klettersteig im Allgäu, ein weiterer an der Wildspitze in den Ötztaler Alpen.

Am Mindelheimer Klettersteig war ein Urlauber aus Fürth mit einer Begleiterin unterwegs. Gegen 12.50 Uhr erreichten die beiden den südlichen Schafalpenkopf. Der Mann soll zuvor über Kraftverlust geklagt und den Klettersteig unterschätzt haben.

Als der Bergsteiger sein Klettersteigset aushängte, verlor er das Gleichgewicht und stürzte über steiles Gelände und rund 100 Meter über eine senkrechte Felswand ab. Der Mann erlitt tödliche Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle. Seine Leiche wurde mit dem Polizeihubschrauber geborgen.

In Tirol stürzte ein 63-jähriger Deutscher aus Baden-Württemberg beim Abstieg von der 3774 Meter hohen Wildspitze rund 200 Meter in die Tiefe. Er war Teil einer sechsköpfigen Gruppe, die von einem deutschen DAV-Trainer geführt wurde.

Die Gruppe war über den Taschachferner aufgestiegen und befand sich am Südwestgrat im Abstieg. Nach Angaben der Polizei ging die Gruppe ohne Seil. Auf rund 3700 Meter Höhe verlor der dritte Bergsteiger aus bislang ungeklärter Ursache das Gleichgewicht und stürzte durch extrem steiles Gelände ab. Er erlitt tödliche Verletzungen.

Die Gruppe stieg zum Taschachhaus ab und wurde von einem Kriseninterventionsteam betreut. Der Verstorbene wurde mit einem Polizeihubschrauber geborgen.

Artikel 6 von 11