von Redaktion

Klara und ich beobachteten die Zweibeiner, die in Scharen an den See gekommen waren. Ich zeigte auf eine Familie, die auf einer Decke saß. Die Mutter drückte etwas aus einer weißen Tube auf ihre Hand. Dann nahm sie ein kleines Kind und schmierte es von oben bis unten ein, bis es aussah wie ein kleines, zappelndes Gespenst. Klara blinzelte. „Sind die krank?“ „Keine Ahnung“, antwortete ich. „Vielleicht juckt es sie?“ „Oder sie wollen aussehen wie Möwen“, schlug Klara vor. Wir kicherten beide.

Hinter uns raschelte es im Schilf, und Frau Dr. Berta Raspelzahn tauchte auf. „Das ist Sonnencreme“, sagte sie und erklärte: „Die Sonne schickt nicht nur Licht und Wärme. Sie sendet auch unsichtbare Strahlen. Die nennt man ultraviolette Strahlen, oder kurz UV-Strahlen.“ Ich schaute hinauf in den blauen Himmel. „Unsichtbare Strahlen“, schnatterte ich. „Das klingt unheimlich.“ „Sie können gefährlich sein“, erklärte Berta. „Wenn ein Zweibeiner zu lange ohne Schutz in der Sonne sitzt, können diese Strahlen die Haut verbrennen, auch wenn es sich nicht sofort heiß anfühlt. Abends wird die Haut rot und tut weh. Das nennt man Sonnenbrand. Wenn das sehr oft passiert, kann die Haut dauerhaft Schaden nehmen. Deshalb haben die Zweibeiner die Sonnencreme erfunden. In ihr stecken winzigkleine Teilchen, die die UV-Strahlen entweder ablenken oder auffangen, bevor sie in die Haut eindringen. Wie ein unsichtbarer Schutzschild.“ Eure PaulaTEXT: SARA FERIGO

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