Aigners Schloss-Botschaft: Ja zu Olympia

von Redaktion

Gestern Abend: Sport und Ehrenamt stehen im Mittelpunkt des prächtigen Sommerempfangs

Lisa Müller, Ex-Hospitantin im Landtag. © Roman Babirad

Nicht zu überhören: Christian Neureuther. © ABR-Pictures

Werben für Olympia: Ilse Aigner und Markus Söder beim Gruppenfoto mit Sportlern in imposanter Umgebung. © Deutschländer

Schleißheim – „Das ist Ihr Abend“, sagt Ilse Aigner ins Mikrofon. Aber es ist schon auch ihr Abend, ganz besonders in diesem Jahr. Die Landtagspräsidentin lädt zum Sommerempfang in Schloss Schleißheim, und heuer richten sich alle, wirklich alle Blicke auf die Gastgeberin. Weil‘s ja vielleicht das letzte Mal ist mit ihr in diesem prachtvollen Ambiente. Womöglich hat Aigner im nächsten Sommer schon ein anderes Schloss, ein anderes Amt.

Also: Nochmal genießen, bitte. Das fällt nicht schwer, denn der Landtags-Sommerempfang ist das wohl schönste Fest im an Events reichen bayerischen Kalender. Zumindest bei schönem Wetter. Auch wenn es am Dienstagabend diesmal schon sehr frisch wird vor den Toren Münchens, feiern 3000 Gäste fröhlich in Schloss und Garten.

Es sind wie immer nicht nur die protokollarisch Wichtigen, Ministerpräsidenten, Abgeordnete, Kirchenleute, Chefs, Richter, Diplomaten, Künstler, Stars, bei denen diese Karten echt begehrt sind. Der Landtag legt Wert darauf, verdiente Bürger dazuzuholen, die dieses Fest einmal im Leben mitfeiern dürfen. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf Menschen, die im Sport ehrenamtlich aktiv sind. Also jene, „die Mannschaften formen, die Motivation schaffen, die Fairness lehren“, sagt Aigner in ihrer Rede. Klar, das soll schon auch ein Schubser sein für die Münchner Olympia-Bewerbung. „Ich bin Feuer und Flamme dafür.“ Sie hat dafür die Entscheider des Deutschen Olympischen Sportbunds nach Schleißheim geladen. „Beeinflussen kann man sie natürlich nicht – beeindrucken aber schon ein bisschen“, sagt sie kokett.

Ist ja auch beeindruckend, diese Schloss-Kulisse, kombiniert mit bayerischem Regionalstolz. Das Essen wird aus allen sieben Regierungsbezirken bereitgestellt, verteilt in 14 Pagoden, von Tegernseer Lachsforelle bis mittelfränkischem Ochsenbackerl. Das Gymnasium Bruckmühl tritt mit einer Fackelshow auf, „The Heimatdamisch“ aus dem Oberland spielt auf. Weiß-blaues Maximum. Auch da gilt olympisch: Dabeisein ist alles.

Aigner packt in ihre Pro-Olympia-Rede übrigens auch eine Botschaft an die Politik. Nehmt euch das Bogenschießen zum Vorbild! Das sei für die Politik lehrreich, sagt die CSU-Politikerin mehrdeutig: „Stabil stehen, nicht wackeln. Den Bogen spannen, nicht überspannen. Und ganz wichtig: Mit Kraft allein kommt man nicht weit, wer was erreichen will, braucht Haltung.“CD

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