Es war ein besonders schwüler Sommertag, und ich hatte beschlossen, der Hitze am See zu entkommen und einen Ausflug in die Stadt zu machen. Aber dort war es viel heißer als bei uns am See. Nur im Park war es auch in der Stadt erträglich.
Ich war so verwirrt, dass ich direkt zu Frau Dr. Berta Raspelzahn watschelte. „Berta“, schnatterte ich, „ich war in der Stadt. Es war unerträglich heiß. Im Park war es plötzlich viel angenehmer. Dabei scheint doch überall dieselbe Sonne!“
Frau Dr. Berta Raspelzahn erklärte, dass das Phänomen einen Namen habe: Wärmeinsel. Städte seien tatsächlich messbar wärmer als das Umland, manchmal um mehrere Grad. „Warum?“, quakte ich. Der Grund liege vor allem in den Materialien, erklärte Berta. Asphalt, Beton und Stein haben eine besondere Eigenschaft: Sie saugen die Wärme der Sonne tagsüber auf wie ein Schwamm, und geben sie nachts langsam wieder ab. Ein Stein, der den ganzen Tag in der Sonne lag, strahlt noch stundenlang Wärme aus, wenn die Sonne längst untergegangen ist. Deshalb sind Städte auch nachts heiß.
„Im Park war es kühler, weil dort Bäume stehen?“, schnatterte ich. „Genau“, sagte Berta. Bäume und Pflanzen funktionierten wie Klimaanlagen. Durch ihre Blätter verdunsteten sie ständig Wasser. Das kühlt die Luft rundherum ab. Ein einziger großer Baum könne an einem heißen Tag so viel Wasser verdunsten wie mehrere Badewannen voll, und die Luft deutlich kühler halten.
Eure Paula