von Redaktion

Vor einiger Zeit flogen Klara und ich mit Agnes in die Alte Pinakothek. Vor einem Landschaftsgemälde mit Kühen blieben wir eine Weile stehen. Auf dem Schild neben dem Werk war der Name des Malers angegeben, Adriaen van de Velde, ebenso sein Geburts- und Sterbedatum – jedenfalls dachten Klara und ich das. Aber Agnes klärt uns auf. „Nicht immer geben die beiden Daten den Tag der Geburt und den des Todes an. Manchmal, gerade bei Zweibeinern, die vor hunderten von Jahren lebten, kennt man diese Daten gar nicht so genau. Dann steht da ‚ungefähr‘ oder Ähnliches dabei. Was man aber oftmals weiß, ist der Termin, an dem die Person getauft wurde, weil man eine entsprechende Urkunde über dieses Ereignis hat. Wenn ihr also wissen wollt, was die Daten angeben, achtet auf Abkürzungen bei diesen Zahlen oder genealogische Zeichen davor oder dahinter.“

Agnes quakte, dass genealogische Zeichen oder Symbole kleine Bilder oder Zeichnungen sind, die für ein Ereignis bei einer Person stehen. Wenn beispielsweise vor dem Datum 3.5.1730 die Abkürzung ‚geb.‘ steht, heißt das, dass dieser Zweibeiner an genau diesem Tag geboren wurde. Statt des Kürzels ‚geb.‘ kann dort aber genauso gut das genealogische Zeichen für Geburt stehen, das Sternchen: *. Die Abkürzung ‚get.‘ steht für getauft und kann auch durch einen welligen Strich dargestellt sein. ‚Begr.‘ und ‚gest.‘ steht für begraben beziehungsweise gestorben und wird manchmal auch durch ein Kreuz symbolisiert.

Eure Paula

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