KOMMENTAR

Etwas mehr Begeisterung bitte!

von Redaktion

Warnung vor Italo-Zügen

Geht nicht, gibt‘s nicht. Oder auf Bairisch: Da ham ma no nia ned nix anders gmacht! Verkehrspolitikern verschiedener Couleur – von CSU bis SPD – wäre aktuell etwa mehr Mut und Begeisterung zu wünschen. Da kündigt ein italienischer Konzern eine 3,6-Milliarden-Investition an, 2500 Arbeitsplätze, 26 neue Züge, bestellt beim deutschen Siemens-Konzern. Aber alles, was man hört, sind Bedenken: Rosinenpickerei, Schädigung des Nahverkehrs, kein ICE-Halt mehr in Ingolstadt … – der Klagen kein Ende. Das ist bedauerlich.

Völlig aus der Luft gegriffen sind die Bedenken von Bayerns Minister Bernreiter natürlich nicht. Doch es sind lösbare Probleme. Natürlich entsteht bei dem Platzhirsch Deutsche Bahn Unruhe, dass da ein anderer ins Revier vordringt. Das ist ganz normal. Es kommt aber auf den Grundtenor an, und der sollte positiv sein.

Der ICE hingegen ist schon länger nicht mehr das Aushängeschild einer funktionierenden Bahn. Unterm Strich ist die Bilanz, nicht nur wegen der fehlenden Pünktlichkeit, eine mittlere Katastrophe. Neben mangelndem Service ist vor allem die undurchschaubare Preispolitik des Konzerns ein Ärgernis. Konkurrenz belebt das Geschäft. Für die Fahrgäste kann es nur besser werden.DIRK.WALTER@OVB.NET

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