Gerüstet gegen Waldbrände

von Redaktion

Hitzeperiode: Bayerns Feuerwehren sehen sich gut aufgestellt

München – Bayerns Feuerwehren sehen sich gut gerüstet für Brände auf Feldern, Wiesen oder in Wäldern. „Wir sind sehr gut aufgestellt“, sagte Johann Eitzenberger, Chef des Landesfeuerwehr-Verbandes (LFV). Gleichwohl gebe es immer etwas, das sich verbessern ließe.

Mit Blick auf Wald- und Vegetationsbrände sei es Bayerns „großes Plus“ im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, dass es eine Struktur freiwilliger Feuerwehren selbst in kleinsten Dörfern gebe: „Mit 7.500 Feuerwehren sind wir flächendeckend präsent.“ Selbst eine kleine Wehr mit einer Tragkraftspritze, angehängt an einen Traktor, könne vor Ort erste Maßnahmen einleiten.

Angesichts der wachsenden Zahl an Waldbränden in Bayern hat die Landtags-SPD die Gründung einer neuen Spezialeinheit gefordert. Im Prinzip habe man so etwas schon seit Jahren, so Eitzenberger. Das System mit Hubschraubern, die zur Unterstützung Wasser aufnehmen und an den Brandort bringen können, funktioniere. Selbst bei den jüngsten Großeinsätzen „waren wir noch lange nicht an der Grenze. Wir hätten noch Reserven gehabt“.

Jetzt sei es wichtig, konkret zu schauen, wo es möglicherweise noch Lücken gebe. Auch gebe es längst Schutzkleidung, die leichter und damit geeignet für Einsätze bei Wald- und Vegetationsbränden im Hochsommer sei. Die Einsätze, um Brände in Wäldern, auf Wiesen, Feldern oder an Böschungen zu löschen, hätten deutlich zugenommen, sagte der Verbandschef weiter. „Darauf müssen wir uns einstellen. Aber bislang haben wir alles im Griff.“

Finanziell verantwortlich für die Ausstattung der freiwilligen Feuerwehren in Bayern sind die Kommunen. Für die Städte und Gemeinden ist das eine Pflichtaufgabe – die Ausrüstung kann also nicht möglichen Sparbemühungen in Zeiten klammer Kassen zum Opfer fallen. Im Freistaat ist der Brandschutz weitgehend über ehrenamtliche Feuerwehrleute organisiert – 320.000 Menschen sind dort aktiv.DPA

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