LIEBE KINDER

von Redaktion

Meine Entenfreundin Agnes konzentrierte sich auf einen Brief, den sie gerade an ihre Freundin schrieb. Dann war die Tinte aus. Aufgeregt schnatterte ich: „Aber wo sollen wir denn auf die Schnelle einen Tintenfisch herbekommen?“ Dann erklärte ich, dass der Tintenfisch kein richtiger Fisch ist, sondern er nur so heißt. Er gehört zu den wirbellosen Tieren, aber er lebt, genauso wie Fische, unter Wasser. Der Tintenfisch besitzt eine Tintenblase, in der sich Tinte befindet. Damit kann er unter Wasser Briefe schreiben oder sogar die Korallen anmalen! Und jetzt müssen wir ihn natürlich fragen, ob Agnes sich ein wenig Tinte von ihm ausborgen darf.

Agnes unterbrach mich und quakte, dass ich Blödsinn erzählte. Es stimmt, dass Tintenfische eine Tintenblase besitzen. Aber die brauchen sie nicht, um Schreibschrift zu üben! Die Tintenblase hat einen viel wichtigeren Grund. Wenn Tintenfische angegriffen werden, und die Tiere schnell wegschwimmen, stoßen sie häufig all ihre Tinte aus. Dann entsteht eine große und dunkle Tintenwolke im Wasser und der Angreifer sieht nichts mehr.

Mein Waschbärfreund brummte: „Das ist ziemlich schlau!“ Agnes erklärte, dass das stimmt. Tintenfische sind intelligente Wesen. Sie können Behälter öffnen, in denen Essen versteckt ist. Zweibeiner haben sogar beobachtet, wie Tintenfische in freier Wildbahn halbe Kokusnussschalen mit sich herumschleppen, um sich im Notfall darunter verstecken zu können.

Eure Paula

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