Ministerin empfiehlt Impfung für Kinder

von Redaktion

Aktionstag gegen Infektionskrankheiten Hepatitis B und C – Zahlen in Bayern rückläufig

München – Die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) wirbt für eine Impfung von Kindern und Jugendlichen gegen Hepatitis B. „Unser Ziel muss sein, möglichst viele junge Menschen zu erreichen, bevor aus einer versäumten Impfung ein vermeidbares Gesundheitsrisiko wird“, sagte Gerlach am Montag laut Mitteilung. Am 28. Juli ist Welt-Hepatitis-Tag. In Deutschland steht er unter dem Motto: „Lass uns Klartext reden – Hepatitis? Informier dich. Werde aktiv.“

Hepatitis B sei eine Infektionskrankheit der Leber, die akut verlaufen, aber auch chronisch werden könne, sagte Gerlach weiter. „Gerade darin liegt die Gefahr: Bleibt eine Infektion unbemerkt, kann sie zu einer Vernarbung, sowie Schrumpfung der Leber und langfristig zu Leberkrebs führen.“

Die gute Nachricht: Hepatitis ist in Bayern offenbar auf dem Rückzug. Im laufenden Jahr wurden bis zum 20. Juli 1425 Menschen neu mit Hepatitis diagnostiziert, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Das sind 548 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bei Hepatitis C fiel die Zahl um 155 auf 696.

Das Hepatitis-B-Virus wird hauptsächlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, durch Kontakt mit infiziertem Blut, sowie von infizierten Müttern auf ihre Kinder übertragen, heißt es beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit. Die Impfung sei der wirksamste Schutz vor einer Infektion, so die Gesundheitsministerin. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Hepatitis-B-Impfung bereits im Säuglingsalter. Fehlende Impfungen sollten möglichst bald nachgeholt werden. Bei Erwachsenen, die nicht geimpft sind, sei die Früherkennung einer Infektion durch Tests besonders wichtig, sagte Gerlach. „Ein einmaliges kostenfreies Screening auf bestehende Infektionen mit Hepatitis B und C ist seit Ende 2020 im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung Check-up 35 möglich.“

Eine Impfung gegen Hepatitis C, das hauptsächlich durch kontaminiertes Blut übertragen wird, gibt es bisher nicht. Die Krankheit könne jedoch gut behandelt werden, deshalb gelte es, möglichst viele Hepatitis-C-Virus-Infektionen zu erkennen. In Bayern wurden in diesem Jahr 696 Menschen mit einer Hepatitis-C-Infektion neu diagnostiziert.EPD/DPA

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