LIEBE KINDER

von Redaktion

Letztens zog unser Lieblings-Waldkauz lautlos seine Kreise über dem Wasser, als wäre das alles das Einfachste der Welt. Ich flog hinterher, drehte eine Kurve und landete wieder. Agnes kam ganz elegant dazu. Und Klara… Klara flatterte los, kam ein wenig schief in der Luft an und plumpste mit einem Platsch zurück ins Wasser. Der Karpfen Franz-Josef blubberte: „Das sieht ja alles ganz nett aus“, brummte Waldemar, „aber ich komme da einfach nicht mit.“ Franz-Josef blubberte zustimmend, dass er das mit dem Fliegen sowieso nie verstanden habe und dass man unter Wasser viel besser dran sei. Klara fragte: „Warum können wir eigentlich fliegen… und ihr nicht?“ Alle wurden kurz still.

„Weil wir Flügel haben“, krächzte Ulrich. „Sehr hilfreich“, schnatterte Klara. Ich grinste. „Das erklärt aber noch nicht alles.“ Also watschelten wir zu Frau Dr. Berta Raspelzahn. „Willkommen“, sagte sie freundlich. „Wir haben eine Frage!“, schnatterte Klara. „Warum können manche Tiere fliegen und andere nicht?“ Die Biberin nickte und wir setzten uns. „Das hat mit der Evolution zu tun“, begann die Biberin. Waldemar verzog das Gesicht. „Das klingt schon wieder kompliziert.“ „Gar nicht so sehr“, quakte Agnes und schob ihre Brille zurecht. „Evolution bedeutet, dass sich Tiere über sehr lange Zeit anpassen.“ „Anpassen?“, quakte Klara verwirrt. „Genau“, sagte die Biberin. „Vögel haben Flügel entwickelt, weil ihnen das beim Überleben hilft – zum Beispiel um weite Strecken zurückzulegen.“ Eure Paula

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