Meine Entenfreundin Klara hatte Schluckauf. Ich schnatterte, dass Schluckauf ein Reflex ist, wie auch Husten. Das bedeutet, dass wir uns nicht entscheiden können, aufzuhören, sondern der Schluckauf automatisch passiert. Bei den Zweibeinern ist das Zwerchfell dafür ausschlaggebend. Es sitzt unter der Lunge, mit der man atmet. Wenn das Zwerchfell sich zusammenzieht, dehnt sich die Lunge aus. Dann kann Luft hineinströmen. Wenn das Zwerchfell sich entspannt, bewegt sich die Luft wieder aus der Lunge heraus.
Klara unterbrach mich: „Aber warum macht das Schluckauf?“ Ich erklärte, dass das Zwerchfell manchmal von seinen Nachbarn im Körper gestört wird. Dann kann es sich nicht mehr entspannen, sondern ist gestresst. Das passiert häufig durch den Magen. Der Magen liegt unter dem Zwerchfell. Normalerweise haben beide genügend Platz, sodass sie sich nicht zu stark in die Quere kommen. Aber manchmal dehnt sich der Magen plötzlich stark aus. Das stresst das Zwerchfell. Zieht es sich zusammen, atmen wir automatisch ein, damit Luft in die Lunge kommen kann. Aber der Körper weiß ganz genau, dass das eigentlich nicht der richtige Rhythmus vom Zwerchfell ist, und hat deshalb einen Stoppmechanismus eingebaut. Unsere Stimmlippen im Hals verschließen sich. Die einströmende Luft wird also abrupt von den Stimmlippen gebremst. Deshalb fährt bei Schluckauf ein Ruck durch unseren ganzen Körper und wir hicksen.
Eure Paula