Ärger über viele Feuerwerke

von Redaktion

Stadt Starnberg will die Knallerei besser regeln – und eindämmen

Die Feuerwerke häufen sich im Sommer. © Getty

Starnberg – Erst vergangenes Wochenende hat es in Starnberg ordentlich geknallt. Drei Feuerwerke wurden bei Veranstaltungen an nur einem Wochenende abgeschossen. Und auch vergangenen Sommer hatte die Knallerei ziemlich überhandgenommen. Die Starnbergerin Patricia Lawrence hatte insgesamt 33 Feuerwerke rund um Starnberg innerhalb von zweieinhalb Monaten gezählt. Sie fordert, Dauer, Intensität und Frequenz zu reduzieren – zum Wohle von Mensch und Tier. Sie wolle aber keine Fronten aufbauen, betont sie gegenüber unserer Zeitung. Stattdessen schlägt sie einen runden Tisch mit Behörden, Veranstaltern und Pyrotechnikern und Feuerwerksgegnern vor – bestenfalls organisiert von der Stadt. Hunde und Katzen würden sich bei der Knallerei verkriechen, Menschen mit Angststörungen oder traumatischen (Kriegs-)Erfahrungen würden leiden, sagt Lawrence. Bekanntmachungen seitens der Behörden gibt es nicht.

Die Stadt Starnberg prüft nun, wie sie Feuerwerke reglementieren kann. Sie hat sich bereits an die Regierung von Oberbayern gewandt. Die Rathausverwaltung wünscht sich eine Mindestvorlaufzeit von 14 Tagen für Feuerwerksanzeigen. Außerdem möchte sie verhindern, dass es mehrere Feuerwerke pro Wochenende gibt und plädiert für eine Koordinierungspflicht zwischen Veranstaltern. Die Kritik zielt auf professionelle Feuerwerke, für die eine sprengstoffrechtliche Erlaubnis der Regierung nötig ist. Sie kann die Shows aber weder genehmigen noch verbieten. Die Pyrotechniker müssen ihr Vorhaben dort lediglich zwei Wochen anzeigen. Die Regierung informiert dann die Kommunen – offenbar manchmal erst kurz vorher.GMA

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