schiàgln
Wer der Mona Lisa auf dem berühmten Gemälde von Leonardo da Vinci mal tief in die Augen geschaut hat, der weiß, was mit schiàgln gemeint ist. Ja, die Mona Lisa schielt leicht, ihre Augen schauen nicht in die gleiche Richtung. Der „Mona-Lisa-Effekt“, dass sie einem nachschaut, ist dagegen ein Mythos. Von skelah (ahd.) bzw. schilhen (mhd.) für schräg oder schief schauen (vgl. scheel) wurde es im Bairischen zu schiàgln. Wenn Kinder zum Spaß also ihre Augen nach innen zur Nasenspitze drehen, wird ihnen oft angedroht, dass dieser Blick dann so bleiben könnte.KS