Eine Tradition mit Zukunft

von Redaktion

Bund der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien feiert 75-jähriges Bestehen

Der Bund der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien feierte am Samstag sein 75-jähriges Bestehen in Reichersbeuern. © Matthäus Krinner

Reichersbeuern – Zu ihrem großen Festtag kehrten die Gebirgsschützen an den Ort ihrer Wurzeln zurück. Vor 75 Jahren setzten sich die noch bestehenden Kompanien im Altwirt in Reichersbeuern (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) zusammen und beschlossen, den Bund der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien zu gründen. Diesen Samstag trafen sie sich dort erneut, um ihr Jubiläum mit hochrangigen Gästen zu feiern.

„Der Geist von damals war für alle spürbar“, sagt Martin Haberfellner, Landeshauptmann der Gebirgsschützen. Das liegt auch daran, dass sich der Altwirt in Reichersbeuern seit der Gründung kaum verändert hat. Und wenn Haberfellner an die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg zurückdenkt, stellt er fest: „Es war ein passender Zeitpunkt, um eine neue bayerische Tradition zu schaffen.“ Die Menschen sehnten sich zu dieser Zeit nach Beständigkeit und heimatlicher Verbundenheit.

Ihre Werte bewahren sie bis heute, betonte Staatsminister Florian Herrmann (CSU) in seiner Rede. Er vertrat Ministerpräsident Markus Söder, der erkrankt war. Die Gebirgsschützen seien Träger des Ehrenamts, stünden für Heimat, Glaube und Freiheit und würden auch junge Leute ansprechen, sagte Herrmann. Zudem waren Gäste wie Robert Brannenkämper oder Florian Streibl anwesend. Auch Herzog Max in Bayern und die Südtiroler und Welschtiroler Landeskommandanten nahmen an der Feier teil. Mit einem Festgottesdienst, einer Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal und anschließendem Festakt im Altwirts-Saal schauten sie zurück auf die Anfänge, Zielsetzungen und Meilensteine des Gebirgsschützenbundes.

Für Haberfellner ist das Jubiläum einer der Höhepunkte seiner Amtszeit. Er ist der fünfte Landeshauptmann des Bundes. „Ich denke auch an die enge Verbindung mit dem früheren Kardinal Ratzinger und dem späteren Papst Benedikt XVI. zurück.“ Das im vergangenen Jahr eröffnete Dokumentationszentrum im Kloster Benediktbeuern war ein weiterer Meilenstein. Ihre Tradition wollen die Gebirgsschützen weiter in die Zukunft tragen.MTW

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