von Redaktion

Manchmal meint Waldemar, dass er besonders klug sein muss. Gestern zum Beispiel. Wichtigtuerisch setzte er sich vor uns und brummte: „Wisst Ihr, wozu die Ferien erfunden wurden?“ „Damit sich die Kinder von der Schule erholen können“, quakte Klara. Ich nickte und schnatterte: „Ein Hirn braucht mal eine Pause.“

„Mit dem Erholen habt ihr recht“, brummte Waldemar, „aber die Ferien wurden nicht deshalb erfunden, sondern damit die jungen Zweibeiner Zeit haben, zu arbeiten. Früher mussten die Kinder im Sommer auf den Feldern helfen. In der Landwirtschaft gab es da mit am meisten zu tun. Deshalb hießen die Sommerferien ‚Getreideferien‘, und im Herbst gab es ‚Kartoffelferien‘, da wurden die Kartoffeln geerntet.“ In Deutschland sei 1964 festgelegt worden, dass es jedes Jahr 75 schulfreie Tage geben müsse, wusste Waldemar. „Sechs Wochen davon sind die Sommerferien. Wisst ihr, dass in manchen anderen Ländern die großen Ferien viel länger dauern?“ „Wo?“, quakte Klara. „In Österreich dauern die Sommerferien neun Wochen, in Frankreich acht Wochen und in Italien sogar drei Monate, dafür haben die Kinder dort den Rest des Jahres weniger frei als hier.“

Eure Paula

Artikel 10 von 11