54 Badetote: DLRG appelliert nun an junge Männer

von Redaktion

Ein DLRG-Rettungsteam im Einsatz auf einem See. © DLRG

München – Die Zahlen sind alarmierend: Bis Ende Juli 2026 sind heuer mindestens 54 Menschen im Freistaat ertrunken – drei mehr als im Vorjahr und mehr als in jedem anderen Bundesland. Allein in Oberbayern waren es 18. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bayern erklärte zur aktuellen Zwischenbilanz: „Wir sehen keine Hinweise darauf, dass die Menschen in Bayern unvorsichtiger wären als anderswo“, sagt Sprecher Dominik Schneider. „Die Gründe für die Häufung sind hauptsächlich die große Fläche und die Einwohnerzahl unseres Bundeslandes.“ Hinzu kämen die zahlreichen Seen und Flüsse wie Donau, Main und Inn.

Unter den Badetoten sind auch vier Kinder. Auch ältere Menschen sind laut DLRG besonders gefährdet: 17 Ertrunkene waren 70 Jahre oder älter, oftmals werden Vorerkrankungen im Herz-Kreislauf-System vermutet. 19 Opfer waren außerdem junge Männer zwischen 20 und 30 Jahren. Mehrere konnten nicht oder kaum schwimmen.

Mit einem besonderen Appell richtet sich die DLRG Bayern daher nun an junge Männer. Sie sollten beim Baden an Seen oder Flüssen Warnhinweise respektieren und auch auf Mutproben verzichten. Zudem sollten sie Freunde und Arbeitskollegen gezielt fragen, ob sie tatsächlich sicher schwimmen können.

Sich ausschließlich auf die 3400 ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Rettungswachten zu verlassen, reiche nicht: „Es braucht das Verantwortungsbewusstsein aller Bürgerinnen und Bürger, um die Zahl der Badeunfälle nachhaltig zu senken“, sagt Schneider. Vor allem Eltern sollten sich nicht von ihrem Handy ablenken lassen. Die aktuelle Aufklärungskampagne in den Sozialen Medien läuft derzeit unter dem Slogan: „DU bist die Aufsicht!“.

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