Rast mit dem Minister: Alois Rainer neben jungen Hirten, die die vorbeigehenden Teilnehmer zählen. © K.-J. Hildenbrand/dpa
Lenggries – Rund 900 Teilnehmer gab es am Mittwoch bei der Hauptalmbegehung des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern in Lenggries zwischen Röhrlmoos-, Schönberg-, Ampertal- und Roßsteinalm. Fünf Stunden dauerte die gesamte Tour, zumindest kleinere oder größere Teile der Wegstrecke bewältigten auch einige Minister. Unter den Teilnehmern waren auch Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU), der bayerische Wirtschafts- und Jagdminister Hubert Aiwanger (FW) und die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU). Aiwanger machte deutlich, dass es auch für den Alpenraum ein konsequentes und praxistaugliches Wolfsmanagement geben muss. Hier sei man aber auf einem guten Weg. „Wir biegen in die Zielgerade ein.“ Die Wichtigkeit eines Wolfsmanagements betonte auch Kaniber. Zudem ging sie auf die Bedeutung der Land- und vor allem der Almwirtschaft ein. „Wir können überall sparen, aber niemals bei den Bergbauern.“
Im vergangenen Jahr seien über die verschiedenen Förderprogramme rund 34 Millionen Euro in die bayerische Alm- und Alpwirtschaft geflossen, betonte die Ministerin. Über das bayerische Bergbauernprogramm wurden seit Jahresbeginn bereits mehr als 3,3 Millionen Euro bewilligt. „Vergelt’s Gott bayerische Bauern. Ihr seid das Beste, das wir haben.“
Auch Bundesagrarminister Rainer liegt die weitere finanzielle Förderung am Herzen. „Ich werde für jeden Euro kämpfen“, kündigte er an. Mit Blick auf den EU-Haushalt für die kommenden Jahre sagte er: „Ich bin auch guter Dinge, dass es keine Kürzungen gibt.“ Er wolle zudem darauf schauen, dass es bei der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) weniger Bürokratie gibt.VERONIKA AHN-TAUCHNITZ