Gestern entdeckten Klara und ich ein Kind, das von Mückenstichen übersät war. „Warum jucken sie Stiche so fies?“, sorgte sich Klara. Ich schnatterte, dass die Mücke mit ihrem Speichel die Stelle betäubt, an der sie einen sticht. Der Speichel dient außerdem dazu, dass das Blut, das die Mücke absaugt, nicht gleich wieder gerinnt. Nur so kann die Mücke genug Blut saugen und wird dabei nicht gestört. Das Immunsystem der Zweibeiner mag es aber gar nicht, dass die Mücke Speichel in die Wunde gibt. Es bemerkt, dass das ein Fremdkörper ist und versucht, diesen wieder aus dem Körper zu bekommen. Deshalb schickt der Körper das Hormon Histamin an die Stelle des Stichs. Dadurch weiten sie die Blutgefäße und es sammelt sich Flüssigkeit. Das alles hilft dem Körper dabei, den Speichel der Mücke wieder herauszubekommen.
Ich schnatterte, dass nicht alle Mücken stechen und Blut saugen. Mücken ernähren sich nämlich von Pflanzen, nicht von Blut. Letzteres benötigen sie nur zur Fortpflanzung. Damit die Eier im Körper der weiblichen Mücke reifen können, braucht sie Proteine, die die Mücke nur im Blut von anderen Lebewesen findet. Männliche Mücken stechen also gar nicht. Pro Stich holt sich eine Mücke übrigens ungefähr fünf Milligramm Blut ab. Das entspricht maximal dem Drei- bis Fünffachen ihres eigenen Körpergewichts! Aber keine Angst: Selbst bei tausend Stichen gleichzeitig würde ein Mensch durch das gesaugte Blut keinen gefährlichen Blutverlust erleiden. Eure Paula