IN KÜRZE

von Redaktion

Gaffer filmt Bergung: 25-Jähriger angezeigt

Würzburg – Ein Passant und Einsatzkräfte haben einen 43-Jährigen aus dem Main gerettet. Der stark alkoholisierte Mann war am Freitag von der Alten Mainbrücke gestürzt. Anstatt Hilfe zu leisten, zog ein 25-jähriger Syrer sein Smartphone heraus. Er filmte das Geschehen und streamte sowohl den Rettungseinsatz am Wasser als auch die Reanimation live auf der Online-Plattform TikTok. Das hat Folgen: Er wurde angezeigt. Die Polizei ermittelt wegen der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen.

Laute Schüsse bei Hochzeitskorso

Ingolstadt – Schüsse aus mehreren Autos bei einem Hochzeitskorso haben einen Einsatz der Polizei in Ingolstadt ausgelöst. Mehrere Zeugen hatten am Samstagabend den Notruf gewählt, weil im Süden von Ingolstadt aus Fahrzeugen heraus geschossen worden sei. Ein großes Aufgebot an Beamten umstellte das Gebiet und kontrollierte die Insassen. Offenbar hatten vier Männer (zwischen 23 und 59 Jahre alt) zum Abschluss der Feier mit Schreckschusswaffen hantiert. Gegen sie wird wegen unerlaubten Führens von Waffen sowie unerlaubter Schussabgabe ermittelt. Die Männer erwartet ein Verfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz.

Rauch an Regionalzug: 350 Passagiere evakuiert

Rohrbach – Weil ein Lokführer am Sonntag während der Fahrt Rauchentwicklung an der E-Lok seines Regionalzugs feststellte, brachte er den Zug im Bahnhof Rohrbach (Kreis Pfaffenhofen an der Ilm) zum Stehen. Rund 350 Passagiere aus den Doppelstockwagen wurden evakuiert. Die angerückte Feuerwehr konnte keinen offenen Brand feststellen, jedoch einen Schmorgeruch. Aufgrund der vielen evakuierten Personen und der heißen Temperatur folgte ein Großeinsatz für die Rettungskräfte. Diese betreuten die Passagiere, bis ein Ersatzzug eintraf. Nach ersten Erkenntnissen lag ein technischer Defekt vor.

Drohnen-Einsatz bei Waldbrand

Brunnthal – Dank modernster Technik ist ein Waldbrand bei Brunnthal (Landkreis München) östlich eines Einrichtungshauses rasch unter Kontrolle gebracht worden. Der zuständige Revierförster hatte das Feuer am Freitag gegen 17 Uhr bemerkt und Alarm geschlagen. Die Einsatzzentrale schickte über das Team eines Pilotprojekts in Berlin eine Drohne von der Feuerwache Taufkirchen los. Innerhalb von drei Minuten war sie über dem Waldstück, markierte die Brandstelle und flog zurück. Die Informationen erleichterten es der Feuerwehr, die Flammen gezielt zu orten und mithilfe von 200 Meter langen Schlauchleitungen einzudämmen. Nach eineinhalb Stunden war der Einsatz beendet. Insgesamt wurden 100 Quadratmeter Wald in Mitleidenschaft gezogen.

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