Sölden – Ohne passende Ausrüstung, dafür aber mit Kleinkindern und Kinderwagen – so machten sich am Sonntag drei Großfamilien in Tirol spontan zu einer Wanderung auf über 2300 Metern auf. Schließlich mussten die insgesamt 36 Personen aus hochalpinem Gelände von der Bergwacht Sölden geborgen werden, 14 von ihnen mit Hubschraubern.
Die befreundeten Familien aus den Vereinigten Staaten, Belgien, Großbritannien und Österreich seien kurz entschlossen von der Bergstation der Wildspitzbahn bei Sölden losgegangen, teilt die Polizei mit. Gegen 17.15 Uhr kam die Gruppe im Bereich Sonnberg auf 2325 Metern in eine alpine Notlage. Die Familien waren mehrfach vom markierten Weg abgekommen und hatten sich in unwegsames, ausgesetztes Gelände verstiegen. Immer wieder fanden sie sich an Abbruchkanten wieder und setzten deshalb einen Notruf ab.
Alle 36 Personen überstanden ihr waghalsiges Abenteuer im Hochgebirge unverletzt. 22 von ihnen begleiteten die Bergretter zu Fuß zurück ins Tal. Die offenbar nicht bergerfahrenen Wanderer würden eine Rechnung zur Bezahlung des Einsatzes erhalten, sagte der Polizeisprecher.MC