Am Eisbach: Mauro (35) und seine Mutter. © Sophie Müller (2)
Begeistert von München: Eine chinesische Touristengruppe am Marienplatz ist längst keine Besonderheit mehr. Die Touristen-Zahlen aus dem Reich der Mitte sind massiv gestiegen.
München – Sommer, Sonne, Touri-Spaß! Wir alle lieben den Sommer in München – und offenbar entdecken auch immer mehr Gäste die Stadt für sich. Das zeigen neue Zahlen des Landesamts für Statistik, auf die der Innenstadt-Verein CityPartner verweist.
Im Juni dieses Jahres kamen demnach 7,5 Prozent mehr Gäste nach München als im Vorjahresmonat – konkret: 839.735 Menschen. Besonders beliebt ist die Stadt bei Besuchern aus den USA und China (Steigerung um 47 Prozent!). Rückgänge gibt es dagegen bei Gästen aus den arabischen Golfstaaten – eine Entwicklung, die auf den Krieg im Iran zurückgeführt wird.
Doch was zieht die Touristen eigentlich nach München? Wir haben uns auf den Weg gemacht, um sie selbst zu fragen:
Am Marienplatz treffen wir eine Freundesgruppe aus China auf dem Weg zum Viktualienmarkt. Zwei Wochen wollen sie München genießen, bevor es weiter in die Schweiz geht. Für den 40-jährigen Ingenieur Jason W. ist es bereits der zweite Besuch. Zwar kennt er auch andere deutsche Städte, kulturell hat ihn aber keine so begeistert wie München. Besonders schwärmt er von der Weißwurst. Auch das Rathaus und die bayerische Tradition machen München für ihn zu einem unschlagbaren Reiseziel.
Und wo findet man gutes Essen und Tradition? Genau, im Hofbräuhaus. Dort treffen wir Macarena Ortiz (38) und Jaime de la Mata (40) mit zwei Freunden. Die Spanier sind zwar eigentlich schon auf dem Rückweg nach Hause – vorher darf aber ein letztes bayerisches Essen nicht fehlen. Der Anlass für ihre Reise: eine Hochzeit von Freunden, die sie regelmäßig in München besuchen. Die Übersetzerin und der Forstingenieur kennen unsere Stadt also recht gut. Und was können sie empfehlen? „Die Münchner Museen und im Winter den Christkindlmarkt am Marienplatz.“
Und es gibt noch mehr weltbekannte Orte in München. Vor allem den Eisbach mit der Surfwelle, die immer wieder ein Thema in der New York Times ist. Am Bach treffen wir Mauro Tosi (35) und seine Mutter Carolina Aromi (57) aus Argentinien. Auch sie sind wegen einer Hochzeit hier und bleiben nur wenige Tage. Trotzdem hat München sie in den Bann gezogen. Neben dem Bier und dem Bach fasziniert den Comedian vor allem die Geschichte der Stadt. Sein Eindruck: „Mystisch und elegant.“SOPHIE MÜLLER