von Redaktion

Ich hatte mich schon seit Wochen auf diesen Tag gefreut: Reporterentenreise für einen Tag ans Meer. Klara durfte mich begleiten. Wir watschelten den Strand entlang, die Füße im warmen Sand, die Salzluft in den Federn. Vor uns lag das Meer: glitzernd und so weit, dass man den Horizont kaum sehen konnte. Klara blieb plötzlich stehen und starrte auf das Wasser. „Paula“, schnatterte sie langsam, „Das Meer ist so blau … Warum nur?“

Ich schnatterte los, und erklärte Klara, dass es mit dem Licht zu tun hat. „Sonnenlicht sieht für uns transparent aus, aber eigentlich stecken darin alle Farben zusammen: Rot, Gelb, Grün, Blau und viele mehr.“ Klara schaute skeptisch. „Im Sonnenlicht stecken alle Farben?“ Ich nickte, und erklärte, dass, wenn das Licht ins Wasser eindringt, etwas Interessantes passiert. Die roten und gelben Farbanteile werden schon kurz unter der Oberfläche von dem Wasser geschluckt, was sich absorbiert nennt. Aber der blaue Lichtanteil kommt viel tiefer, und ein großer Teil davon wird vom Wasser zurückgeworfen und in alle Richtungen gestreut. „Was wir sehen, ist dann dieses zurückgeworfene Blau? Das Wasser schluckt die anderen Farben und spuckt nur das Blau wieder aus?“ fragte Klara erstaunt. „So ungefähr“, schnatterte ich. „Und je tiefer und mehr Wasser es ist, desto mehr Blau sehen wir. Deshalb wirkt eine kleine Pfütze durchsichtig, aber das Meer tiefblau.“ Klara wirkte fasziniert. So watschelten wir gemeinsam ins Wasser.

Eure Paula

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