Ein Zug von Arverio. © Marc Gilardone
München – Auf der Strecke München–Lindau über Buchloe und Memmingen stehen in den kommenden Monaten etliche Baustellen bevor. Das Bahnunternehmen Arverio befürchtet „Schlimmes“, wie Geschäftsführer Arno Beugel feststellt. Ab kommenden Donnerstag bis mindestens 16. November werde es täglich mindestens an einem Abschnitt Ersatzverkehr geben müssen. „Das alles ist überhaupt nicht fahrgastfreundlich geplant“, erklärt Beugel. „Wir können hier kein Konzept erkennen, wie die Strecke wieder in den Tritt kommen soll.“ Aus seiner Sicht, so Beugel, „ist das Flickschusterei“.
Arverio listet in einer Mitteilung 14 kleinere und größere geplante Baumaßnahmen auf – mit dem Zusatz: „soweit Arverio mit Stand 10. August bekannt“. Negativer Höhepunkt sei, dass der zweigleisige Streckenabschnitt zwischen Kaufering und Buchloe während des Oktoberfestes nur auf einem Gleis befahrbar sein werde „und dementsprechend viele Züge ausfallen müssen“. Die Strecke werde zwischen dem 5. September und dem 6. Oktober saniert. Gravierend sei ferner auch die Totalsperrung des Bahnhofs Fürstenfeldbruck, die am Tag nach Ende der Wiesn (5. Oktober) beginnt und eine Woche dauern wird. Dabei ist Schienenersatzverkehr zwischen München und Fürstenfeldbruck notwendig.
Weitere Bauarbeiten finden vom 17. August bis 12. Dezember am Bahnhof Kaufering statt, wodurch zwei Gleise dauerhaft gesperrt sind. Im August gibt es zudem Ersatzverkehr zwischen Wangen und Memmingen, im Oktober zwischen Mindelheim und Buchloe. Die Sperrungen betreffen nicht nur Arverio, sondern zum Beispiel auch die Eurocitys in die Schweiz.DIRK WALTER