von Redaktion

Bis Sonntagabend war es brütend warm. Wir Enten kühlten uns im Wasser und ruhten uns im Schatten aus. Trotzdem war uns noch heiß. Ab und zu spreizten wir die Flügel, damit ein wenig Wind an unseren Körper kam. Außerdem hielten wir die Schnäbel offen und hechelten ein wenig. Das hilft nicht nur den bellenden Vierbeinern und den rabenschwarzen Krähen, sondern auch uns. „Manche von den Zweibeinern scheinen mit der Hitze gar kein Problem zu haben. Die joggen sogar an heißen Tagen“, quakte ich neidisch. „Im Gegensatz zu uns Entenvögeln haben die Zweibeiner Schweißdrüsen und können durch das Schwitzen ihre Körpertemperatur besser regulieren als wir“, schnatterte Agnes. „Warum haben wir keine Schweißdrüsen?“, quakte Klara. „Weil wir Federn haben. Wegen unseres Gefieders kommt kaum Luft direkt an unsere Haut und der Schweiß könnte nicht verdunsten. Ohne Verdunstung keine Kühlung“, schnatterte Agnes.

Sie schnatterte, dass die Zweibeiner im Vergleich mit anderen Säugetieren besonders viele Schweißdrüsen besitzen, und zwar zwei bis vier Millionen. Die Schweißdrüsen sind für die Regulierung der Körpertemperatur zuständig. Außerdem ist der Schweiß wichtig für den richtigen pH-Wert der Haut, weil er leicht sauer ist. Der sogenannte Säureschutzmantel der Haut wehrt Krankheitserreger ab und sorgt für Feuchtigkeit, damit die Haut geschmeidig bleibt“, schnatterte Agnes. „Was du alles weißt!“, quakte ich.

Eure Paula

Artikel 1 von 11