Memmingen – Vor fünf Wochen war bei einem Ryanair-Flug von Thessaloniki nach Memmingen in der Luft ein Kabinenfenster zerbrochen. Ein Passagier hing mit dem Kopf und dem rechten Arm bei rund 600 km/h außerhalb der Maschine. Der 61-jährige Serbe wurde dabei schwer verletzt. Wie die „Bild“ berichtet, bereitet sein Anwalt nun eine Schadensersatzklage in Millionenhöhe vor. Der Anwalt vertritt insgesamt 36 der 149 Passagiere, die in dem Flugzeug saßen. Sie alle hätten „dem Tod ins Auge geschaut“, sagte er gegenüber der „Bild“. Inzwischen liegt ein vorläufiges Gutachten der Unfallursache vor. Offenbar war eine Triebwerksschaufel abgebrochen, Teile schleuderten durch die Gegend, beschädigten den Rumpf der Maschine und zerstörten das Fenster.
Die Boeing 737-800 war 18 Jahre alt. Ungeklärt ist noch, ob sie entsprechend der vorgeschriebenen Intervalle gewartet worden war und ob Materialermüdung an der Triebwerksschaufel eine Rolle gespielt haben könnte. Ryanair hat sich bislang noch nicht zu dem Vorfall geäußert.