Neuer Zwischenfall am Flughafen

von Redaktion

Ein Boeing-Dreamliner der Vietnam Airlines. © dpa

München – Nach dem Beinahe-Unglück am Münchner Flughafen legt ein vorläufiger Untersuchungsbericht von Vietnams Luftfahrtbehörde ein technisches Problem an der Vietnam-Airlines-Maschine beim Start nahe. Beim Beschleunigen auf dem Rollfeld habe die Besatzung Probleme bei der Boeing 787-9 festgestellt, hieß es im Bericht. Ungefähr auf halbem Weg auf der Startbahn habe die Maschine rund zwei Sekunden lang nicht an Tempo zugelegt. Danach habe die Maschine zunächst bis zur kritisch erforderlichen Geschwindigkeit beschleunigt, aber dann sei das Tempo abgefallen.

Da nicht mehr genug Strecke auf der Bahn vorhanden war, um den Start sicher abzubrechen, habe der Pilot den Startvorgang fortgesetzt. Der Pilot hatte die Triebwerks-Schubhebel auf maximale Position gebracht und die Flugzeugnase hochgezogen. Nach dem Abheben habe die Maschine Warnmeldungen abgegeben, dass das Heck auf das Rollfeld getroffen sei und zudem vier der acht Reifen Luft verlören. Bei einer späteren ersten Inspektion sei festgestellt worden, dass die Reifen geplatzt waren.

Unterdessen kam es zu einem weiteren Zwischenfall am Flughafen München: Ein A380 der Lufthansa, der aus San Francisco kam, setzte am Montagabend bei der Landung zu früh auf. „Dabei kam es während der Landung im Bereich der Landebahnschwelle zu einer Beschädigung der Landebahnbefeuerung“, so eine Sprecherin von Lufthansa. Es habe aber keine Gefahr bestanden. „Das Flugzeug landete sicher“, betont die Lufthansa-Pressestelle. „Alle 351 Passagiere verließen das Flugzeug nach der Landung regulär.“ Die rund 13 Jahre alte Lufthansa-Maschine mit dem Kennzeichen D-AIML war am Vorabend in San Francisco an der amerikanischen Westküste gestartet. Auch zu diesem Zwischenfall ermittelt nun die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU). Mitarbeiter der BFU waren vor Ort. Ein Flugschreiber wurde laut RTL sichergestellt.DPA/LSO

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