Gestern entdeckte Klara ein belegtes Stück Teig, das ein Zweibeiner nach einem Picknick auf der Wiese bei uns am See liegen gelassen hatte. „Hm, das schmeckt gut!“, schmatzte sie. „Wollt ihr auch einen Bissen abhaben von der Pizza?“, bot sie uns an. Agnes watschelte neugierig näher. „Das ist gar keine Pizza“, quakte sie. „Es sieht aus wie ein Stück Pinsa.“
„Was ist denn da der Unterschied?“, schnatterte Klara. Agnes erklärte: „Da gibt es große Unterschiede beim Hefeteig, dem Mehl und der Gehzeit. Klassische Pizza besteht aus Weizenmehl. Bei deinem Stück Teig, Klara, kann ich schon riechen, dass es aus mehreren Teigsorten besteht. Das ist typisch für Pinsa, für die neben Weizenmehl meist auch Soja- und Reismehl verwendet wird. Reismehl bindet nämlich viel Wasser. Das macht den Teig innen luftig und außen knusprig. Eine Pinsa geht länger als eine Pizza.“ „Jetzt verschaukelst du uns aber“, empörte sich Klara, „ein Teig kann doch nicht laufen!“ Ich grinste, während Agnes seufzte und Klara erklärte, dass mit „gehen“ gemeint ist, dass der angerührte Hefeteig eine Zeitlang ruht, um lockerer zu werden, bevor er verarbeitet wird. Pizzateig ruht meist nur ein oder zwei Stunden, Pinsa-Teig dagegen lässt man oft mehrere Tage reifen, also gehen, wodurch die Pinsa besser bekömmlich wird und nicht so schwer im Magen liegt. „Dann gibt es noch einen optischen Unterschied“, schnatterte Agnes weiter. „Pizza ist in der Regel rund, Pinsa oval oder länglich.“
Eure Paula