von Redaktion

Letztens hatte Klara sich an einem Flügel verletzt und konnte an unserem Ausflug nicht teilnehmen. „Das ist so unfair“, schnatterte sie und ließ traurig den Kopf hängen. „Ihr habt bestimmt ganz viel Spaß und ich sitze hier herum.“ Agnes setzte sich neben sie. „Manchmal können wir leider nicht ändern, was passiert“, quakte sie. „Aber vielleicht können wir trotzdem etwas finden, das uns Freude macht.“ Da musste ich plötzlich an jemanden denken. „Genau wie Frida Kahlo“, quakte ich.

„Wer ist denn Frida Kahlo?“, quakte Klara. Also erzählte ich ihnen von der berühmten Malerin aus Mexiko, die in jungen Jahren einen schweren Busunfall hatte. Sie wurde dabei so schwer verletzt, dass sie lange Zeit im Bett verbringen musste. Vieles, was vorher selbstverständlich gewesen war, konnte sie nicht mehr tun. Klara blickte auf ihren verletzten Flügel. „Was hat sie dann gemacht?“ „Sie hat angefangen zu malen“, quakte ich. In ihren Bildern tauchten ihr Gesicht, leuchtende Farben, Pflanzen und Tiere auf. Vor allem aber malte sie vieles von dem, was sie fühlte – auch ihren Schmerz.

Klara quakte: „Aber vom Malen war sie doch nicht wieder gesund, oder?“ Ich schüttelte den Kopf. „Nein. Aber sie hatte etwas gefunden, mit dem sie ausdrücken konnte, was in ihr vorging.“ Eine Weile sagte niemand etwas. Dann stand Klara auf. „Hat jemand Papier?“ Agnes verschwand kurz und kam mit Papier und ein paar Stiften zurück. Während wir zu unserem Ausflug aufbrachen, begann Klara zu malen. Eure Paula

Artikel 1 von 11