Penzberg – In Penzberg im Kreis Weilheim-Schongau fand erstmals eine Stadtratssitzung in hybrider Form statt. Zwei Mitglieder schalteten sich von zu Hause aus zu. Doch die Sitzung wurde eine Pleite. Es ging um den Bauantrag für ein privates Millionenprojekt nahe dem Bahnhof. Neun Stadträte stimmten dafür, neun dagegen – damit war der Antrag abgelehnt. Zwei der Gegenstimmen kamen aber von Online-Teilnehmern. Einer von ihnen war mit Handzeichen auf dem Bildschirm zu sehen. Ein Stadtrat war nicht zu sehen, er schickte ein Emoji, statt sichtbar die Hand zu heben. Das könnte ein möglicher Verstoß sein – denn eine bestätigte Identitätsfeststellung ist so nicht gegeben. Darauf wies die CSU am nächsten Tag hin. Die Stadt lässt den Beschluss nun von der Rechtsaufsicht prüfen. Sollte die Stimme ungültig sein, hätte der Bauantrag eine Mehrheit.WOS