Uli Hoeneß hat Ärger wegen zwei Bäumen

von Redaktion

Nachbar klagt gegen Neupflanzungen – kommenden Donnerstag wird vor Gericht verhandelt

Bad Wiessee – Uli Hoeneß, Ehrenpräsident beim FC Bayern München, hat daheim in Bad Wiessee im Kreis Miesbach Ärger mit einem Nachbarn. Der 74-Jährige soll auf seinem Grund an einer Stelle zwei Bäume gepflanzt haben, an der er eigentlich nichts pflanzen darf. Nun hat ihn der Nachbar verklagt. Am kommenden Donnerstag wird vor dem Landgericht MünchenII verhandelt. Es geht um einen Eilantrag.

Dass die Stelle nicht bepflanzt werden darf, steht in einer Grunddienstbarkeit – das ist der Vorläufer heutiger Abstandsregelungen. Sie betreffen den Eigentümer – meist – älterer Grundstücke und wirken zugunsten eines Nachbarn. Grunddienstbarkeiten halten für eine Ewigkeit. In der Regel geht es um Beschränkungen. Im Fall Hoeneß soll es zwei Bäume betreffen, die heuer im Mai gepflanzt wurden. Tatsächlich geht es um die Nachpflanzung von zwei Bäumen innerhalb einer jahrzehntealten Baumgruppe mit mehr als einem Dutzend Pflanzen. Sie befindet sich auf einer größeren Wiese. Die beiden Bäume waren Opfer der Witterung geworden und aus Sicht des Ehepaares Hoeneß nicht mehr haltbar. Bei den Bäumen geht es auf keinen Fall um die berühmte Weihnachtstanne des Ehrenpräsidenten.

Dem Nachbarn, der im Süden mit seinem Besitz an das Grundstück von Uli Hoeneß grenzt, sind die Pflanzungen aber ein Dorn im Auge, weil sie seiner Meinung nach in einem Bereich stehen, der nicht bepflanzt werden darf. Uli Hoeneß ist anderer Meinung. Aus seiner Sicht fällt der Bereich nicht in das umstrittene Terrain. Der Ehrenpräsident wollte sich vor dem Gerichtstermin nicht zur Problematik äußern. Der Kläger war nicht erreichbar. Die beiden Anwaltskanzleien bewahren Stillschweigen.ANGELA WALSER

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