DAS PORTRÄT

Auf dem Paddleboard um den Tegernsee

von Redaktion

Eike Zywietz am Tegernsee-Ufer.

Es ist still am Tegernsee, als Eike Zywietz frühmorgens auf sein Stand-up-Paddleboard steigt. Noch sind keine Schiffe unterwegs – und auch sonst nicht viele Menschen. Perfekte Bedingungen. Denn der 43-Jährige, der in der Nähe von Düsseldorf lebt und gerade mit seiner Familie am Tegernsee Urlaub macht, hat sich etwas vorgenommen. Er möchte den Tegernsee mit seinem Board einmal entlang des Ufers umrunden. „Es ging mir nicht darum, die kürzestmögliche Runde zu paddeln“, sagt er. Zywietz folgte den Uferverläufen und Buchten so vollständig wie möglich. Die Schutzzonen und nicht befahrbare Flachwasserzonen umfuhr er natürlich. Seine Route hat der Sportwissenschaftler vorher gut geplant. Er war schon oft im Urlaub im Tegernseer Tal und kennt den See gut. Die Strecke hatte er in drei Teilabschnitten genau erkundet.

Vorgenommen hatte er sich, in weniger als drei Stunden einmal um den See gepaddelt zu sein. Das schaffte er knapp nicht. Drei Stunden und fünf Minuten brauchte er für insgesamt 20,38 Kilometer. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit: 6,7 km/h. Die Bedingungen waren schwieriger, als Wetter-Apps es vorhergesagt hatten, berichtet er. Zeitweise musste er gegen starken Wind und große Wellen anpaddeln. Umso stolzer war er, dass er trotzdem die ganze Runde schaffte.

Eike Zywietz liebt körperliche Herausforderungen wie diese. Nur auszuruhen hält er im Urlaub nicht lange aus. Meistens findet er schon nach wenigen Tagen ein sportliches Ziel, das er anstreben kann. Im Sommer vor fünf Jahren hatte er den Tegernsee einmal der Länge nach durchschwommen – 6,7 Kilometer in unter zwei Stunden. Das Paddleboardfahren liebt er. „Das ist ein schöner Ausgleichssport“, sagt er. Besonders, wenn er weit auf einen See oder aufs Meer hinausfahren kann und einfach sanft dahingleitet. Seine SUP-Uferrunde hat für den Düsseldorfer eine besondere Bedeutung: „Nach der See-Durchquerung ist das für mich nun die Fortsetzung meiner persönlichen Tegernsee-Geschichte gewesen.“GABI WERNER

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