von Redaktion

Kakteen haben, wenn man es genau nimmt, keine Stacheln, sondern Dornen. In der Biologie spricht man von Stacheln, wenn es nur Auswüchse der Haut sind. Das ist bei Rosen der Fall. Beim Kaktus haben sich aber ganze Organe in spitze Auswölbungen umgewandelt. Was bei anderen Pflanzen Blätter sind, hat sich nach langer, langer Zeit bei Kakteen zu Dornen umentwickelt, wie man in der Fachsprache schnattert.

Wachbär Waldemar brummte nachdenklich: „Wieso haben die Kakteen eigentlich Dornen entwickelt?“ Ich quakte, dass das an den Lebensbedingungen liegt. Kakteen leben häufig in sehr warmen und trockenen Gebieten, oft sogar in der Wüste. Die meisten glauben, dass die Dornen den Kaktus vor Fressfeinden schützen sollen. Diesen Schutz braucht der Kaktus nicht nur, um nicht gefressen zu werden, sondern auch, weil in der Wüste das Wasser knapp ist. Der Kaktus kann Wasser für lange Zeit speichern. Damit Tiere ihm nicht sein Wasser nehmen können, helfen die Dornen als Abwehr. Ich erklärte, dass Kakteen in der Wüste sehr gut aufpassen müssen, dass sie nicht zu viel Wasser verlieren. Dabei ist die Oberfläche der Pflanze ausschlaggebend. Bei Pflanzen, die große Blätter haben, kann das Wasser der Pflanze schnell über die Blätter verdunsten. Das Wasser geht also von der Pflanze in die Luft über. DSurch die dünnen Dornen verdunstet dagegen sehr wenig Wasser. Außerdem können Kaktusdornen auch Wasser aufnehmen. Das klappt vor allem bei Nebel gut. Eure Paula

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