Radschnellweg durch Schwabing

von Redaktion

Lokalpolitiker befassen sich mit Umbauplan

An der Leopoldstraße sollen für den Radschnellweg Parkplätze wegfallen. © Marcus Schlaf

München – Der geplante (und teils schon umgesetzte) Radschnellweg in den Münchner Norden sorgte im Bezirksausschuss (BA) Schwabing-Freimann für viel Gesprächsstoff. Denn ein Teil des Wegs, der künftig München und Garching/Unterschleißheim verbinden soll, führt entlang der Leopoldstraße durch den Stadtbezirk. Nach längerer Diskussion stimmte das Gremium den Plänen der Stadt zu, forderte aber Ergänzungen.

Konkret geht es um den Abschnitt zwischen Siegestor und Franz-Joseph-Straße. Dort sollen auf dem ersten Teilstück bis zur Einmündung Georgenstraße auf der Ostseite der Leopoldstraße die Parkplätze zugunsten des Radwegs wegfallen, während sie auf der Westseite erhalten bleiben, wie der BA-Vorsitzende Patric Wolf (CSU) sagte. Auf dem zweiten Teilstück bis zur Franz-Joseph-Straße sei es genau andersherum. Zudem werde der Radweg auf drei Meter verbreitert, die Straße dafür etwas verschmälert.

Der Vorsitzende des Unterausschusses Mobilität, Norbert Nirschl (SPD), sagte, man sei in dem Gremium nahezu einstimmig der Meinung gewesen, „dass der Radschnellweg an sich zu befürworten ist“. Es gebe nur ein paar Kritikpunkte. So sollten die Straßenspuren aufgrund der schmaleren Fahrbahn mit durchgezogenen Linien abmarkiert werden. Außerdem müsse das Parklizenzgebiet so angepasst werden, dass die auf der Leopoldstraße übrig bleibenden Parkplätze ab 18 Uhr nur noch von Anwohnern genutzt werden dürfen.

Teile der CSU sehen die Planungen rund um den Radschnellweg jedoch eher kritisch. Allen voran Ute Primavesi, die das Vorhaben als „aus der Zeit gefallen“ bezeichnet. Die Radfahrer sollten ihrer Meinung nach nicht die Leopoldstraße, sondern die Königin- und Mandlstraße nutzen. Lars Mentrup (SPD) entgegnete, der Radschnellweg müsse natürlich an den großen Straßen und über Knotenpunkte entlangführen, denn: „Bei dem Weg geht es ja auch darum, dass man jederzeit vom Rad steigen und in Bus, Tram oder U-Bahn wechseln kann.“ Die Mehrheit des BA sprach sich am Ende für die vorgestellten Pläne aus – plus die von Nirschl genannten Ergänzungen.V. NUMBERGER

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