von Redaktion

Waldemar brummte mir zu: „Hast du schon einmal bemerkt, dass viele männliche Zweibeiner kaum Haare auf dem Kopf haben? Woran liegt das?“ Ich schnatterte: Manche Zweibeiner verlieren die Haare wegen einer Krankheit oder schneiden sich die Haare ab, weil es ihnen so besser gefällt. Aber viele Männer haben aus genetischen Gründen eine Glatze. Das bedeutet, dass schon von Geburt an feststeht, dass sie irgendwann in ihrem Leben weniger Kopfhaare haben werden. Die meisten glauben, dass das am Hormon Testosteron liegt. Doch ist der Haarausfall durch das Stoffwechselprodukt von Testosteron bedingt, das sogequakte Dihydrotestosteron. Je mehr Testosteron in das Stoffwechselprodukt umgewandelt wird, desto schneller beginnt der Haarausfall. Ein Gen, das vererbt wird, bestimmt, wie dieser Prozess funktioniert. Wer das Gen nicht hat, hat länger eine volle Haarpracht.

Das Gen sitzt auf dem X-Chromosom. Davon haben biologische Frauen zwei Stück. Männer haben je ein X-Chromosom und ein Y-Chromosom. Männer bekommen von ihrem Vater also immer das Y-Chromosom vererbt. Frauen können aber das X-Chromosom von ihrem Vater bekommen, auf dem das Haarausfall-Gen sitzt. Bei ihnen wirkt das Gen auf dem X-Chromosom aber nicht, weil sie nicht so viel von dem Testosteron haben. Sie können das Gen aber weitervererben. Ob ein Mann schon früh eine Glatze bekommt, hängt ab vom Großvater mütterlicherseits.

Eure Paula

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