Tatort Juweliergeschäft: In Wolfratshausen bedrohten die Männer im Juni einen Angestellten. © Hermsdorf-Hiss
Murnau/Wolfratshausen – Im Juni hatten zwei Männer einen Juwelier an der Münchner Goethestraße überfallen. Sie waren kurz darauf auf der A9 gefasst worden (wir berichteten). Schon damals bestand der Verdacht, dass sie für weitere Raubüberfälle verantwortlich sein könnten. Es handelt sich um einen 21-Jährigen und einen 19-Jährigen, beide türkische Staatsangehörige. Sie sitzen seitdem in Untersuchungshaft.
Inzwischen hat sich der Verdacht erhärtet, dass sie auch weitere Juweliere in der Region ausgeraubt hatten. Das gab die Polizei gestern bekannt. Der 21-Jährige ohne festen Wohnsitz in Deutschland gilt als dringend tatverdächtig, im Juni einen Juwelier in Wolfratshausen überfallen zu haben. Er soll einen Mitarbeiter mit einer Schusswaffe bedroht und ihn aufgefordert haben, teuren Schmuck herauszugeben. Geflüchtet waren er und sein Komplize allerdings ohne Beute. Das war nur fünf Tage vor dem Raub in München. Auch ein Raub in einem Wohnhaus in Hechendorf bei Murnau geht offenbar auf das Konto des Mannes. Er soll dort Mitte Mai einen Mann mit einer Schusswaffe bedroht und mit Schlägen verletzt haben und dann hochwertige Uhren gestohlen haben. Der Kontakt war über eine Kleinanzeige zustande gekommen. Der 19-Jährige steht im Verdacht, bei dem Raub in Wolfratshausen Mittäter gewesen zu sein. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei sind noch nicht abgeschlossen.