Dunkle Wolken zogen am Freitag über München auf. Meteorologen hatten vor Unwettern gewarnt. © Kneffel/dpa
Garmisch-Partenkirchen – Etliche Orte am Alpenrand haben eine ungewöhnlich warme Nacht hinter sich. Föhnbedingt seien etwa in Garmisch-Partenkirchen am Morgen zwischen 3.30 und 3.40 Uhr genau 28 Grad Celsius registriert worden, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes und sprach von einem bemerkenswerten Wert. Gegen Mitternacht seien es noch um die 18 Grad gewesen – die Differenz zu 28 Grad sei ungewöhnlich, aber durch Föhn zu erklären.
Nach Aussagen des Experten steigt bei Föhn feuchte Luft auf – in diesem Fall an der Alpensüdseite. Dabei kühlt sie ab, Wolken bilden sich und Niederschlag fällt. Die Luft verliert dadurch einen großen Teil ihrer Feuchtigkeit. Die nun trockenere Luft sinkt an der Alpennordseite ab und erwärmt sich wieder, der Wind nimmt zu. Hinzu kam am Morgen eine regelrechte Dunstglocke über der Region – bedingt durch Saharastaub.
Doch im Lauf des Freitags sollte es in vielen Regionen Bayerns noch ungemütlich werden. Der Wetterdienst hatte eine Unwetterwarnung für die Regierungsbezirke Schwaben, Mittelfranken und Oberbayern herausgegeben. Gewarnt wurde vor schweren Gewittern mit teils heftigem Starkregen mit bis zu 30 Litern auf den Quadratmeter binnen einer Stunde. Auch Orkanböen bis 120 Kilometern pro Stunde und heftiger Hagel wurden befürchtet.DPA